In den fünf Arten der Buddha-Familien gehört dieser Vajrakilaya zur Karma-Klasse, der Klasse der erleuchteten Aktivität. Jede der fünf Klassen beinhaltet die anderen vier. Daher auch in diesem Fall, obwohl Vajrakilaya zur Karma-Klasse gehört, sind die anderen – Buddha, Vajra, Ratna und Padma – von Natur aus präsent.
Im Vajrakilaya-Zyklus gibt es zahllose Praktiken und Emanationen von Vajrakilaya. In seiner friedvollen Manifestation ist er Vajrasattva und natürlich das 100-Silben-Mantra. In einer weiteren Emanation ist er Dorje Namjong. Als Bodhisattva ist er Vajrapani. Als Buddha Shakyamuni in diese Welt kam, war Vajrapani einer in seinem Gefolge, und als Manifestation von Vajrakilaya beschützte er den Buddha vor Hindernissen. In einer weiteren zornvollen Emanation kennt man Vajrakilaya als Dorje Tsuktor. Als ein anderer Heruka oder zornvolle Emanation ist er als Dütsi Kilwa (Amritakundalin) bekannt, der besonders effektiv im Reinigen von Negativität, Hindernissen und negativen Gewohnheitstendenzen ist.
Von all diesen kann man sagen, dass die beste Kilaya-Praxis jener Schatztext ist, der in der südlichen Richtung vom Tertön Ratna Lingpa entdeckt wurde. Sie ist deshalb die beste oder höchste Praxis des Vajrakilaya, gemäß der Tatsache, dass die Segnungen die größsten sind und es ist die nützlichste, da sie die geschwindeste ist.
Die Praxis des Vajrakilaya sollte mit der Praxis von anderen Meditationsgottheiten kombiniert werden. Welche Meditationsgottheit man immer auch praktiziert, man sollte zusätzlich Vajrakilaya üben. |